Lebensmittelskandale und die Folgen für den Handel
Alle Arten von Lebensmittelskandale wirken sich entweder direkt oder indirekt auf den Handel aus. Oft ist die direkte Folge eine Einbuße im Umsatz der Handelsunternehmen. Durch die Angst oder Unsicherheit der Endverbraucher körperlichen Schaden am Verzehr diverser Lebensmittel davonzutragen, verzichtet dieser lieber völlig auf diese und wechselt auf andere Produkte. So ist es nicht verwunderlich, das während der Hochzeit der Schweinepest und des Rinderwahns der Geflügelabsatz zunahm. Einige Kunden verzichteten sogar ganz auf den Genuss von Fleisch oder schränkten ihren Verbrauch drastisch ein. Große Handelsketten konnten diese Verluste noch verschmerzen. Aber für einige Fleischerfachbetriebe war die Situation Existenzbedrohend.
Eine indirekte Folge der Lebensmittelskandale ist die Verschärfung von Vorschriften und Kontrollen. Sowie eine Verschärfung der Strafen durch den Gesetzgeber. Viele Handelsunternehmen versuchten auch durch die Einführung eigener Normen und Gütesiegel mit strengen Kontrollen und totaler Transparenz dem Endverbraucher Sicherheit zu geben und das Vertrauen der zurückzugewinnen.
Besonders schwer wird es natürlich wenn Lebensmittelskandale durch das Fehlverhalten eigener Mitarbeiter ausgelöst werden, die durch das Umetikettieren verdorbene Ware als unbedenklich deklarieren. In diesem Fall ist es natürlich schwer dem verunsicherten Kunden zu vermitteln das es sich hier nur um ein schweres Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter handelt. Einigen Menschen scheint es nicht bewusst zu sein ,dass sie damit eine Straftat begehen.